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Konfliktkompetenz

Ziele

Jede  Differenz hat das Potential für Spannung und jede Spannung hat das Potential für einen Konflikt. Zur Lösung gibt es nicht nur eine, vielleicht für Sie selbstverständliche Strategie, sondern eine Vielzahl von Bewältigungsmöglichkeiten. Lernen Sie im Rahmen dieses Seminars Konflikte professionell zu analysieren, offensiv anzugehen und auf verschiedene Weisen abzuschliessen.

Inhalte

  • Meinen Rollen, Aufgaben und Funktionen
  • Meine bisherigen Konfliktstrategien
  • Analyse von Konflikten
  • Wahrnehmung und Auseinandersetzung in Konflikten
  • Komplexe Kommunikation und Konfliktdimensionen
  • Abwehr destruktiver Formen im Konflikt
  • Persönliche Checklisten
  • Positiver & Negativer Ausgang im Konflikt
  • Mediationsmodelle
  • Verhaltensregeln
  • Checklisten

Zielgruppe

Mitarbeiter und Führungskräfte, die in der Verantwortung stehen ihre Zeit selbst zu gestalten

Methodik

Praxisnahe Übungen der Seminarteilnehmer stehen im Vordergrund. Vortrag,Demonstrationen, Diskussionen, Übungen, Einzel- Gruppenarbeiten, Fallbeispiele, Videoanalyse.

Seminardaten

1-2 Tage, ggf. Vor-Ort Begleitung

Unterlagen

Skript, Checklisten

Trainer

A. Kielwein u.a.

Hinweise

Das Seminar lässt sich auch mit anderen Modulen kombinieren z.B.

Verhandlungsführung, Kommunikationstraining, KonfliktkompetenzTeamentwicklung, Persönlichkeitstraining

 

Konflikt Ebenenmodell nach Friedrich Glasl

In der ersten Ebene können beide Konfliktparteien noch gewinnen (Win-Win). In der zweiten Ebene verliert eine Partei, während die andere gewinnt (Win-Lose) und in der dritten Ebene verlieren beide Parteien (Lose-Lose). 

1. Ebene (Win-Win)

  • Stufe 1: Spannung
    Konflikte beginnen mit Spannungen, z.B. gelegentliches Aufeinanderprallen von Meinungen. Es ist alltäglich und wird nicht als Beginn eines Konflikts wahrgenommen. Wenn daraus doch ein Konflikt entsteht, werden die Meinungen fundamentaler. Der Konflikt könnte tiefere Ursachen haben.
  • Stufe 2: Debatte
    Ab hier überlegen sich die Konfliktpartner Strategien, um den Anderen von seinen Argumenten zu überzeugen. Meinungsverschiedenheiten führen zu einem Streit. Man will den Anderen unter Druck setzen.
  • Stufe 3: Taten statt Worte
    Die Konfliktpartner erhöhen den Druck auf den Anderen, um sich oder seine Meinung durchzusetzen. Gespräche werden z.B. abgebrochen. Es findet keine Kommunikation mehr statt und der Konflikt verschärft sich schneller.

2. Ebene (Win-Lose)

  • Stufe 4: Koalitionen
    Der Konflikt verschärft sich dadurch, dass man Sympathisanten für seine Sache sucht. Da man sich im Recht glaubt, kann man den Gegner denunzieren. Es geht nicht mehr um die Sache, sondern darum, den Konflikt zu gewinnen, damit der Gegner verliert.
  • Stufe 5: Gesichtsverlust
    Der Gegner soll in seiner Identität vernichtet werden durch alle möglichen Unterstellungen oder ähnlichem. Hier ist der Vertrauensverlust vollständig. Gesichtsverlust bedeutet in diesem Sinne Verlust der moralischen Glaubwürdigkeit.
  • Stufe 6: Drohstrategien
    Mit Drohungen versuchen die Konfliktparteien, die Situation absolut zu kontrollieren. Sie soll die eigene Macht veranschaulichen. Man droht z.B. mit einer Forderung (10 Mio. Euro), die durch eine Sanktion ("Sonst sprenge ich Ihr Hauptgebäude in die Luft!") verschärft und durch das Sanktionspotential (Sprengstoff zeigen) untermauert wird. Hier entscheiden die Proportionen über die Glaubwürdigkeit der Drohung.

3. Ebene (Lose-Lose)

  • Stufe 7: Begrenzte Vernichtung
    Hier soll dem Gegner mit allen Tricks empfindlich geschadet werden. Der Gegner wird nicht mehr als Mensch wahrgenommen. Ab hier wird ein begrenzter eigener Schaden schon als Gewinn angesehen, sollte der des Gegners größer sein.
  • Stufe 8: Zersplitterung
    Der Gegner soll mit Vernichtungsaktionen zerstört werden.
  • Stufe 9: Gemeinsam in den Abgrund
    Ab hier kalkuliert man die eigene Vernichtung mit ein, um den Gegner zu besiegen.

 Weitere Informationen